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Nicht nur Gabeln verbiegt Harry Riegel wie hier auf dem Roten Bankerl. Er erzeugt auch unglaubliche Illusionen für seine Zuschauer.
Foto:Janina Hügel

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Meister einer uralten Kunst


Gedanken lesen, Gläser verbiegen und Dinge schweben lassen - das ist Harry Riegels täglich Brot. Auf dem Roten Bankerl verrät der Magier, wie er zu seinem ungewöhnlichen Beruf kam.

ERLSTÄTT. Wenn Kinder als Berufswunsch „Zauberer“ äußern, lächeln die Erwachsenen oft nachsichtig. Zauberer kann man nicht werden, das ist kein Beruf. Oder doch? Harry Riegel (31) hat es geschafft - er ist Illusionist und kann davon leben. In seiner Wohnung in Erlstätt hat er es sich auf dem Roten
Bankerl gemütlich gemacht.

REDAKTION: Herr Riegel, wie schaut es bei Ihnen und der Frauenwelt aus - tut sich ein Magier leicht dabei, eine Frau bei einem Date zu faszinieren?
RIEGEL: Ja. Es gibt für mich in der Unterhaltung mit Frauen nämlich kaum tote Punkte, weil man zur Auflockerung ja immer etwas Magie einbauen kann. Aber die Richtige ist mir trotzdem noch nicht über den Weg gelaufen.

REDAKTION: Wann sind Sie das erste Mal mit Magie in Berührung gekommen?
RIEGEL: Meine Eltern haben mir erzählt, dass ich mit vier oder fünf Jahren Straßennamen von den Nachbarorten wusste, in denen ich aber noch nie gewesen war. Je älter ich wurde, desto mehr entwickelte ich eine Faszination für das Übersinnliche. Ich sah mir viele Filme zu dem Thema an, las Zaubergeschichten und Bücher über Psychologie, um für mich die Unterschiede zwischen Realität
und Fiktion herauszufinden.

REDAKTION: Wie haben Sie sich dann für diesen ungewöhnlichen Berufsweg entschieden?
RIEGEL: Ich bin da reingeschlittert. Mit Anfang 20 habe ich begonnen, medizinische Hypnose zu studieren und mich mit Psychologie auseinanderzusetzen. Während des Studiums gab es immer mehr Aufträge für mich und auf einmal standen die ersten Radiosender vor der Tür und wollten, dass ich
die Leute auch übers Radio begeistere. Da bin ich ins kalte Wasser gesprungen und habe dann entschieden, mich beruflich nur auf die Magie zu konzentrieren - ins „normale“ Leben zurück kann ich immer noch.

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Janina Hügel 01.02.2012
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