
Jubel-Stimmung: Gleich zehn Wintersportler aus unserer Region haben es in Kanada aufs olympische Treppchen geschafft - Gratulation!
REGION. Gold, Silber, Bronze: Drei Farben, die die vergangenen Wochen in sportlicher Hinsicht spannend gemacht haben. Und das Mitfiebern bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver war besonders vor den heimischen Fernsehgeräten spannend, haben doch gleich 21 Sportler aus den Kreisen Traunstein und Berchtesgaden Olympialuft geschnuppert. Zehn von ihnen haben es schließlich aufs Treppchen geschafft.
Einer davon ist Felix Loch aus Schönau. Der 20-jährige Rodler vom WSV Königssee hat auf seine Goldmedaille gleich mit einem Weißbier angestoßen.
Der große Traum von einer Olympiamedaille ist auch für Anja Huber in Erfüllung gegangen, die sich im Skeleton eine Bronze-Medaille gesichert hat. „Ich kann es immer noch nicht glauben”, freut sich die Berchtesgadenerin.
Mit Silber um den Hals ist Tobi Angerer nach Traunstein zurückgekehrt. Der Weltklasselangläufer holte sich die Medaille in der Doppelverfolgung über 30 Kilometer. „Das ist der Wahnsinn! Ich bin überglücklich und sehr stolz auf diese Medaille, die mir sehr viel bedeutet”, freut sich der 30-jährige.
In seinem Heimatverein, dem SV Vachendort, ist man natürlich mächtig stolz auf seine Leistung. „Schon als Fünfjährigen habe ich den Tobi erlebt, als er zu mir gesagt hat, dass er auch mal aufs Stockerl will”, schmunzelt Vorsitzender Willi Weinl, der auch Angerers Onkel ist. „Da freut es mich natürlich, dass er seinen Kindheitstraum erfüllen konnte. Und welcher Vereinsvorsitzende kann schon von sich behaupten, dass er einen Olympiamedaillengewinner in seinem Verein hat?”
Eine 17-köpfige Delegation aus Vachendorf war extra nach Kanada gereist, um Tobi Angerer im Olympiaort Whistler anzufeuern. „Die haben mich täglich auf dem Laufenden gehalten”, erzählt Weinl. Er selber hat die Rennen beim Public Viewing im Vachendorfer Vereinsheim verfolgt und dabei spannende Momente erlebt. In den vergangenen Tagen hatte er alle Hände voll zu tun, den feierlichen Empfang Angerers mit Festzug durch Vachendorf vorzubereiten.
Kräftig gefeiert worden ist in Reit im Winkl Evi Sachenbacher-Stehles Golderfolg im Teamsprint der Langläuferinnen und die Silbermedaille in der Staffel. Ihre Mama, Evi Sachenbacher senior, konnte sich in den ersten Tagen nach dem Olympiasieg ihrer Tochter vor Telefonanrufen und SMS mit Glückwünschen kaum retten. „Alle gönnen es ihr, nachdem sie in letzter Zeit mit Operation und verspätetem Trainingsbeginn so viel Pech hatte.” Dennoch hat sie von Anfang an an den Erfolg ihrer Tochter geglaubt, nachdem sie schon vor der Abreise nach Kanada gesagt hat: „Mama, ich bin gut drauf, ich möchte was z’reißen. Und auch wenn’s nicht gleich am Anfang klappt, es wird schon hinhauen.”
Eine große Party bei ihrer Rückkehr ist Evi Sachenbacher-Stehle sicher - wie allen anderen auch.
Die Medaillen-Gewinner im Überblick:
Tobi Angerer (SV Vachendorf), Silber Langlauf-Doppelverfolgung
Anja Huber (RC Berchtesgaden), Gold Skeleton
Evi Sachenbacher-Stehle (WSV Reit im Winkl), Gold Langlauf-Teamsprint, Silber Langlauf-Staffel
Michael Uhrmann (Ruhpolding), Silber Mannschaftsskispringen
Michael Neumayer (SC Berchtesgaden), Silber Mannschaftsskispringen
Felix Loch (RC Berchtesgaden), Gold Rennrodeln
Kati Wilhelm (Ruhpolding), Bronze Biathlon-Staffel
Alexander Resch (RC Berchtesgaden), Bronze Doppelsitzer Rennrodel
Patric Leitner (WSV Königssee), Bronze Doppelsitzer Rennrodel
Anni Friesinger-Postma (DEC Inzell), Gold Eisschnelllauf Teamwettbewerb