Breit und mit ganz viel Lifestyle-Design: Die neuen Freeride-Modelle für den Winter 2010/2011.
Foto:Petra Rapp

Der nächste Winter rockt

Aufbruch. Von großer Krise war nichts zu spüren Anfang Februar auf der Internationalen Sportartikelmesse "ispo" in München. Unsere Zeitung hat in den Münchner Messehallen nach den neuesten Trends Ausschau gehalten.

Seit genau 40 Jahren versammeln sich auf der ispo Sportartikelindustrie, Sportprominenz und Fachbesucher. 2045 Aussteller aus 45 Ländern waren es diesmal, die über 64.000 Besuchern ihre neuen Trends und Innovationen für den nächsten Winter präsentierten. Ein neuer Besucherrekord und ein Zuwachs von knapp sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Was gibt’s Neues? Im Skibereich sind auch im nächsten Winter vor allem bei der jüngeren Zielgruppe zwischen 14 und 25 Freestyle- und Freeridemodelle heiß begehrt. Die Masse der Schneefans setzt aber auf bequem zu fahrende und moderne Interpretationen eines Allmountainski mit Mittelbreiten ab 72 bis 80 mm aufwärts; für Herren wieder etwas länger, Frauen bleiben bei Körpergröße und darunter. Rennski werden dagegen im nächsten Winter noch einmal weniger nachgefragt und gebaut. Heißester Trend: Die jetzt pistentauglichen Rocker-Modelle, wie sie beispielsweise von K2 und Salomon imageträchtig vorgestellt wurden. Die Rockertechnologie mit ihren aufgebogenen Schaufeln und Skienden wurde aus dem Freeridebereich in das Allmountain- und Einsteiger-, bei K2 sogar ins gesamte Segment übertragen. Sie sollen jetzt in jedem Gelände und auch bei wechselnden Schneebedingungen eine sehr leichte Schwungeinleitung, damit ein müheloses Einfahren in die Kurve ohne zu verkanten garantieren. Im Skischuhbereich wird weiter an perfektionierten Anpassmechanismen gearbeitet. Der mit dem ispo European Ski Award 2010 ausgezeichnete Tecnica Phoenix 100 Air Shell will hier mit einem ausgeklügelten Luftsystem perfekte Passform schaffen. Für optimale Sicht auf und abseits der Piste auch bei wechselnden Lichtverhältnissen sorgt Brillenspezialist uvex mit seiner neuen, ebenfalls prämierten „take-off“-Technik. Die helmtaugliche Brille mit orangener Grundscheibe kann durch einfaches Aufklicken einer dunkleren Scheibe an grelle Lichtverhältnisse angepasst werden.

Farbenfroh bis knallig präsentiert sich die neue Mode im Schnee. Alles selbstverständlich hochfunktionell. Stark vertreten im Materialdschungel: Neben hochwertiger Membrantechnologie werden vor allem auch leichte Synthetikmaterialien wie PrimaLoft und natürliche Wärmeträger wie Daune oder hochwertige Merinowolle eingesetzt. Erfreulich: Immer mehr Firmen zeigen ökologisches Gewissen und verwenden für ihre Produkte recyclete Materialien, bluesign-zertifizierte Textilien und natürliche, umweltschonend gewonnene Rohstoffe.

Petra Rapp 25.02.2010

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