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Skandalnudel oder „Godmother of Punk“ wird Nina Hagen gerne genannt. Bei ihrem Auftritt im Traunreuter k1 nahm die Sängerin auf dem Roten Bankerl Platz.
Foto:Anja Hanke

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„Wir sind alle Kinder Gottes“


Schrill und spirituell. Nina Hagen weiß was sie will und scheut sich nicht, es anzusprechen. Das bewies die Rockröhre im Rahmen ihres Auftritts in Traunreut auch beim Interview auf dem Roten Bankerl.

REDAKTION: Ist dies Ihr erster Besuch im Chiemgau?
HAGEN: Ich war schon oft im wunderschönen Bayern unterwegs, auf vielen Tourneen und Festivals - auch hier am Chiemsee. Mir gefällt die Landschaft, die Berge, die Täler, die Kühe und die charmanten ausschauenden Häuser mit den bunten Blumenkästen an den Fenstern. Genau, wie die farbenfrohen Dirndl und krachernen Lederhosen an den urgesunden Berg-Menschen.

REDAKTION: Ihre Mutter Eva-Maria Hagen ist Schauspielerin, Ihr Vater Hans Hagen Schriftsteller. Wann war für Sie klar, dass auch Sie eine künstlerische Ader haben?
HAGEN: Schon ziemlich früh. Ich erinnere mich noch genau, als ich gerade schreiben konnte. Ich ahmte meinen lieben Papa, den Drehbuch-Autor Hans Hagen, nach und schloss mich eines Tages in sein Arbeitszimmer ein. Während gerade ein wichtiges Fußballspiel im Fernsehen lief und Papa schwer beschäftigt war, fing ich an, ein Drehbuch für einen Werbe-Film über die Vorzüge des Nichtrauchens zu tippen. Mein Papa war nämlich Kettenraucher. Ja, so entstand wohl mein erster sozial bewusster Text, voll gespickt mit Humor, Spannung und einer guten Botschaft: Rauchen ist bescheuert, stinkt und macht süchtig.

REDAKTION: Sie sind in der DDR aufgewachsen. Hat Freiheit dadurch eine andere Bedeutung für Sie bekommen?
HAGEN: „Freiheit ist auch immer die Freiheit der Andersdenkenden“ - das hat die deutsche Antifaschistin Rosa Luxemburg mal gesagt. Ich bin ganz einfach der Mensch, der ich bin, eben weil ich in der DDR geboren und aufgewachsen bin. Aber ich habe die Freiheit erst wirklich durch meinen
christlichen Glauben kennen und schätzen gelernt.

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Redaktion 01.08.2012
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