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„A Hund war er schon“



REDAKTION: So exzessiv, dass sie per se Gegenstand des aktuellen Programms „Nicht mit mir!“ wurde.
Schleich: Ich beschäftige mich damit, was mit einem passiert, wenn man sich so sehr mit einer Figur wie Franz Josef Strauß identifiziert. Die Figur besetzt mich ja regelrecht, und damit hadere ich. Es geht aber auch um Protest im Allgemeinen.

REDAKTION: Wie empfinden Sie die Verwutbürgerung der Gesellschaft?
Schleich: Es gibt überhaupt keine Wutbürger. Das Wort wurde erfunden, um die heutige Protestkultur zu denunzieren. Und da geht’s bei mir schon los mit dem Protest, da könnte ich mich schon aufregen.

REDAKTION: Über das Aufregen hinaus waren Sie schon immer ein Mann der Tat. Warum gründeten Sie 1989 in München den Kleinkunstwettbewerb „Kabarett-Kaktus“?
Schleich: Um jungen Kabarettisten eine Auftrittsmöglichkeit zu geben. Wir waren ja selbst sehr jung damals, der Christian Springer und ich. Und zu der Zeit hat es in München keine Chance gegeben, irgendwo aufzutreten. Also haben wir den Kaktus ins Leben gerufen. Bis heute ist der Bewerb eine Erfolgsgeschichte.

REDAKTION: Auch ein unglaublicher Erfolg war Ihr Chiemsee-Kabarett „Gamsbart ahoi“. Leider fiel die kabarettistische Schifffahrt letztes Jahr aus. Wie schaut’s dieses Jahr aus?
Schleich: Gut. „Gamsbart ahoi 2“ wird am 22. Juli Premiere feiern. Als kabarettistische Kreuzfahrt auf dem bayerischen Meer, mit leicht veränderter Besatzung.

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Christian Topel 10.01.2012
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