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Foto:Judith Schmidhuber

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Ein Leben lang Trachtler

Otto Dufter war 17 Jahre lang Bayerns oberster Trachtler - jetzt sitzt er auf dem Roten Bankerl.


Mit Otto Dufter nimmt auf dem Roten Bankerl ein Trachtler mit Leib und Seele Platz. Der 76-Jährige Unterwössener hat kürzlich nach 17 Jahren das Amt als Bayerns Trachten-Chef abgegeben.

Redaktion: Herr Dufter, was macht einen Trachtler aus?
Dufter: Das habe ich selber auch erst lernen müssen. Die Geselligkeit ist sicher wichtig, aber vorrangig sind es die Trachten und Bräuche an sich. Mit seiner Tracht bekennt man sich zu seinem Verein, seinem Ort und zur Gegend.

Redaktion: Sie sind schon als kleiner Bub zum Trachtenverein gekommen. Wie einfach ist es heute, die Jugend für Trachtenvereine zu begeistern?
Dufter: Bei der Kinder- und Jugendgruppe ist es noch relativ einfach. Aber wenn dann der Sprung in die Erwachsenengruppe ansteht, wird’s schwierig wegen der medialen Überflutung und der modernen Gesellschaftsausrichtung.

Redaktion: Was halten Sie von neuen „Bräuchen“ wie Halloween?
Dufter: Das braucht’s wirklich nicht. Wir haben in Bayern so viel Brauchtum. Unsere eigenen Traditionen sollten den Bürgern bewusst werden.

Redaktion: Haben Trachtler heute ein schlechteres Ansehen als früher?
Dufter: Es gibt schon noch Leute, die uns für Ewiggestrige halten. Aber ich hatte als Verbandsvorstand ja oft mit angesehenen Personen zu tun. Also die bewerten die Trachtenbewegung sehr hoch.

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Judith Schmidhuber 08.11.2011
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