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Ein Romy-Schneider-Bildnis vonWalter Angerer dem Jüngeren steht vor ihrem ehemaligen Wohnhaus, dem „Haus Mariengrund“.
Foto:Hans Klegraefe

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Schönaus berühmteste Tochter: Romy Schneider


Ausstellung. Schon zu Lebzeiten war sie ein Mythos - auch heute ist die Schauspielerin Romy Schneider besonders in ihrem Heimatort unvergessen.

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE. Die ersten sieben Lebensjahre lebte die berühmte Romy Schneider mitten in Schönau am Königssee - in einem schönen Haus auf einer Anhöhe, mit Swimmingpool und allem Drum und Dran. Auch später kehrte sie regelmäßig an den Königssee zurück, um ihre Mutter Magda zu besuchen. „Ab und zu hat man die beiden damals schon zu Gesicht bekommen, zum Beispiel beim Spazierengehen“, erinnert sich eine Pensionsbesitzerin. Das Interesse der Touristen ist heutzutage groß: „Eigentlich fragt mich jeder meiner Urlaubsgäste, wo genau die Romy gewohnt hat.“ Auch die junge Generation wächst mit dem Thema auf: „Meine Mama, meine Schwester und ich schauen die Sissi-Filme fast immer, wenn sie im Fernsehen kommen - auch wenn die Mama sie schon auswendig kennt“, lacht die 11-jährige Schülerin Maria. Besondere Erinnerungen hat ihr ehemaliger Nachbar Dieter Wilke an die Schauspielerin.

„Die Romy war sechs Jahre älter als ich und oft habe ich sie bei schönem Wetter im Garten gesehen - beim Schwimmen oder Autogrammkartenschreiben“, erzählt der 67-jährige Rentner. Oft hätten sich Romy und ihre Mutter in den Garten zurückgezogen, weil vor dem Haus die Fotografen und Fans stundenlang gewartet hätten. „Einmal habe ich für die Schneiders einen Stapel Autogrammkarten vor dem Haus verteilen sollen - die gingen weg wie warme Semmeln“, erinnert sich Wilke. Auch als Hundesitter wurde er eingesetzt. „Als ich eines Tages mein Fahrrad im Garten repariert habe, hat mich die Romy gefragt, ob ich ihren Hund ,Ajax‘ nicht ab und zu mit dem Radl mitnehmen kann - das habe ich sehr gerne gemacht.“ Eine ganz besondere Zeit mit Romy begann für ihn, als er 14 Jahre alt war. Eines Tages habe es an der Haustüre geklingelt, erinnert sich Dieter Wilke. „Da stand die Romy mit ihrem Häkelzeug und wollte, dass ihr meine Mutter dabei hilft.“ Jedoch sei er allein zu Hause gewesen und deswegen habe Romy bei ihm auf die Rückkehr der Mutter gewartet. „Wir haben uns unterhalten und sind uns auch nähergekommen“, erinnert sich Wilke lächelnd. Diesem Treffen folgten noch viele weitere, bis die 20-jährige Romy ihn mal zu sich nach Hause einlud.

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Janina Hügel 23.05.2012
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