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Showtalente mit Glitzer, Glamour und kurzen Röcken



Denn Faschingsgarden und Showtanzgruppen bereiten sich meist schon im Sommer für die nächste Saison vor. Ihr Thema haben die Trostberger Elfer im Juni festgelegt. Seitdem wurde zwei Mal wöchentlich trainiert. Schließlich muss jedes Jahr eine neue Show einstudiert werden - inklusive Hebefiguren, Spagat, Tanzschritten - und auch der Hüftschwung soll sitzen. „Das ist schon ganz schön anstrengend“, erzählt Vroni Erl, die heuer bei 20 Auftritten tanzt und mit den Trostberger Elfern auf vier Faschingsumzügen vertreten ist. „Durchhaltevermögen gehört dazu.“ Das weiß auch Rita Kapferer: Ihre Mädels zeigen sogar zwei Tänze. „Neben dem klassischen Gardetanz haben wir heuer auch einen Showtanz einstudiert.“ „Ghostbusters“ ist das Thema der Teisendorfer. „Die Mädchen wollten heuer einfach noch etwas anderes zeigen.“ Das heißt aber auch doppelte Trainingszeit.
Neben den Tanzschritten muss auch das Aussehen der Damen sitzen. Die Kleider im Stil griechischer Göttinnen haben die Trostberger Tanzmädels selbst entworfen. Sehr kurz, sehr sexy und natürlich glitzernd. „Aber der Arsch darf nicht rausschauen und auch bauchfrei geht nicht“, erklärt Vroni Erl.
Eine Stunde dauert das Herrichten vor dem Auftritt. Jede trägt dunklen Lidschatten, falsche Wimpern und selbst gemachte Glitzercreme. „Die hält besser“, weiß Vroni Erl und lacht. „Aber ich bekomm’ die ganze Faschingszeit nicht mehr ab.“ Im Umkleideraum herrscht kreatives Chaos zwischen Sporttaschen, Schminke und Lockenstab. Doch vor dem Auftritt sitzt jede Haarnadel perfekt und die kunstvollen Hochsteckfrisuren sehen bei allen 13 Mädels gleich aus. Auch das wurde vorher ausgiebig geübt. Dann noch ein paar Aufwärmübungen und schon steigt das Adrenalin wieder: Die Gruppe stürmt hinaus, tanzt, was das Zeug hält, und das närrische Publikum jubelt. Danach strahlt Verena Heimbach übers ganze Gesicht. Die angehende Lehrerin ist seit zehn Jahren bei der Garde. „Wegen des Studiums wollte ich eigentlich aufhören“, erzählt die Trostbergerin. Aber das habe sie dann doch bleiben lassen, sagt sie und grinst mit Goldglitter im Gesicht. „Ich bin halt eine richtige Rampensau.“

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Judith Schmidhuber 25.01.2012
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