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Geht den ­Gemeinden die Luft aus? Schwimmbäder, Skilifte, Festhallen – um attraktiv zu sein, müssen gerade Tourismus­gemeinden viel Geld in Freizeit­angebote investieren. Das kostet.
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In den kommunalen Kassen herrscht Ebbe


Misere. Die Haushalte, die die Kommunen in diesen Tagen verabschieden, zeigen es Schwarz auf Weiß: Die Gemeindekassen sind vielerorts leer.

Region. Einen Schuldenberg von fast acht Millionen Euro schiebt die Gemeinde Reit im Winkl vor sich her. Die Gemeindeschulden je Einwohner liegen bei 3.431 Euro. Die Kommune ist damit trauriger Spitzenreiter im Kreis Traunstein. Eine Erholung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Gemeinde nimmt heuer Kredite in Höhe von 2,5 Millionen Euro auf. Auch in Surberg ist die Haushaltslage angespannt: Für die vielen nötigen Investitionen, die anstehen, braucht die Kommune ihre gesamten Rücklagen auf.

„Es sieht zum Teil recht düster aus”, bestätigt Roman Niederberger, SPD-Kreisvorsitzender im Berchtesgadener Land und Finanzkenner. „Einige Gemeinden schaffen es nur mit Hängen und Würgen, ihren Haushalt auszugleichen.”

Die Misere wächst, weil die Einnahmen der Kommunen immer weiter zurückgehen und die Ausgaben zunehmen. „Die Wirtschaftskrise schlägt jetzt auf die Gemeindehaushalte durch - und die Kommunen sitzen sowieso schon nicht auf einem riesigen Geldpolster”, so Niederberger.

Beispiel Surberg: Die Gemeinde wird heuer vermutlich 120.000 Euro weniger Gewerbesteuer einnehmen. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sinkt um 240.000 Euro. Das Minus bei den Schlüsselzuweisungen vom Freistaat liegt bei 33.000 Euro.

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Sandra Schwaiger 23.02.2010
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