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Gaudi im Garten



Schuld ist in seinen Augen die Sportartikelindustrie, die jedes Jahr auf der Internationalen Sportausstellung (ISPO) neue „Trendsportgeräte“ vorstellt. „Als ich vor zwanzig Jahren als Arzt zu arbeiten begonnen habe, hat es das nicht gegeben“, pflichtet ihm Dr. Ernst Ksoll bei. „Wenn Kinder spielen, können sie sich schon mal verletzen. Aber momentan gehören dazu eben auch viele Trampolinverletzungen.“

Die Trampoline in den heimischen Gärten sind Ernst Stocker ein Dorn im Auge. Der Berchtesgadener leitet seit 35 Jahren die Abteilung Trampolin im Turn- und Sportverein Berchtesgaden. „Bei uns wird unter fachlicher Anleitung und mit allen möglichen Sicherheitseinrichtungen auf dem Trampolin gesprungen“, sagt er. „Im privaten Bereich ist das nicht so. Da springen die Kinder zum Teil vogelwild herum.“ Als Lkw-Fahrer kommt Stocker viel herum, überall sieht er Trampoline mit oder ohne Netzsicherung in den Gärten stehen, auf denen zum Teil gleich fünf kleine Kinder gleichzeitig hüpfen. „Da ist das Verletzungsrisiko natürlich viel höher.“
Der Zehnjährige aus Seeon-Seebruck hüpft nach seinem Unfall wieder auf dem Trampolin. „Allerdings wesentlich vorsichtiger“, erzählt seine Mutter. „Saltos macht er jetzt lieber ins Wasser.“

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Judith Schmidhuber 13.10.2009
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