Onlineausgabe der INNdependent Media GmbH

NACHRICHTEN | Lokales | Region

/images/report_46213__daxenberger.jpg
Foto:Sandra Schwaiger

Seiten  1  |  2  |  3   weiter >>

„Sepp, du bist Bayern”


Schicksalsschlag. Der viel zu frühe Tod von Sepp Daxenberger hat ganz Bayern schockiert - und auf tragische Weise ein letztes Mal belegt, was Umfragen seit Jahren ergeben: wie grenzenlos beliebt der Ausnahmepolitiker aus Waging am See gewesen ist.

Waging. Zig tausende Einträge in Kondolenzbüchern, mehr als tausend Menschen auf der Trauerfeier, unzählige Medienberichte deutschlandweit: Der tragische Krebstod von Sepp Daxenberger am Mittwoch vergangener Woche bestürzte nicht nur seine Familie, Freunde und Wegbegleiter - umso mehr, weil seine Ehefrau Gertraud nur drei Tage vor ihm den Kampf gegen den Krebs verloren hat und die Söhne Felix (20), Kilian (17) und Benedikt (12) jetzt ohne ihre Eltern weiterleben müssen.

Als „eine Tragödie, wie sie nur das Leben schreiben kann”, bezeichnete die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth das Drama um die Familie Daxenberger. „Die Trauer hat uns mit solcher Wucht und Gewalt fast übermannt. Auf das ‚Warum?’ finden wir einfach keine Antwort”, sagte Roth mit tränenerstickter Stimme. „Sepp, du bist Bayern”, würdigte sie ihren Parteifreund, der sich fast 30 Jahre lang in der Kommunal- und Landespolitik engagiert hat.

„Am Ende war es genug”, sagte der Leiter des Katholischen Büros Bayern, Prälat Lorenz Wolf, in seiner Predigt auf der Trauerfeier. Erst am vergangenen Samstag habe der 48-jährige Daxenberger, der sieben Jahren lang wie ein Löwe gegen Morbus Kahler, eine unheilbare Mischung aus Blut- und Knochenkrebs, angekämpft hatte, erstmals gesagt: „Ich habe keine Kraft mehr”, so Wolf. „Der Tod kam letztlich als Freund und Erlöser.”

Seiten  1  |  2  |  3   weiter >>
Sandra Schwaiger 24.08.2010
Anzeige