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Warum der Maier nicht Huber heißt
Bei der Erforschung von Ortsnamen tun sich Forscher hin und wieder leicht, sagt Gaßner. „Bei Wasserburg kann man sicher sein, dass der Ort an einem Gewässer und in der Nähe einer Burg entstanden ist.” Schwieriger war die Deutung seiner eigenen Heimatgemeinde, dafür saß der Emertshamer lange in Archiven. „Einer der Stammväter im elf Jahrhundert hieß Engilbreht, damals hieß der Ort Engilbrehtisheim.” Über die Jahrhunderte wurde daraus Emertsham. „Das bedeutet so viel wie ‚Heimat der Leute von Engelbrecht‘”, vermutet er.
Herausfinden ließe sich viel, sagt Gaßner. Manchmal stößt er aber an seine Grenzen: „Ich kann vieles bis zum 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Ältere Dokumente kann ich meistens nicht mehr lesen, weil sie in altdeutscher Schrift verfasst sind. Und Pfarrer haben sogar oft in Latein geschrieben. Das habe ich aber nie gelernt”, schmunzelt er.
Seine Forschungen stellen für den Rentner eine zeitintensive Beschäftigung dar. Aber Heimatforschung ist wichtig, sagt Gaßner: „Wenn man an eine Sache lange nicht denkt, ist sie irgendwann weg.”
Seine Leidenschaft begründet der 69-Jährige mit seiner Neugierde. Deshalb hat er auch drei Winter im Peterskirchener Pfarrarchiv verbracht, zwischen Tauf-, Heirats und Sterbebüchern. „Das war für mich als Heimatforscher ein gefundenes Fressen.” Gerade hat er mithilfe der Dokumente im Archiv die Entstehungsgeschichte sämtlicher Höfe der Altgemeinde Emertsham fertig gestellt - Grundlage für ein späteres Heimatbuch. Und das Forschen ist er noch lange nicht leid: Als nächstes möchte er die Entstehungsgeschichte der Emertshamer Pfarrkirche erforschen.
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