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Plötzliches Aus für EBS-Kraftwerk


Das unerwartete Aus für das umstrittene EBS-Kraftwerk in Trostberg verblüfft Befürworter und Gegner. Letztere hatten erst einen zweiten Bürgerentscheid beantragt.
„Mit großer Freude und Erleichterung, aber ohne Triumphgefühl” hat die Bürgerinitiative „Saubere Energie für Trostberg” auf die Nachricht der Firma Sotec reagiert. Zwiespältig dagegen fällt die erste Äußerung aus dem Rathaus aus. Zweiter Bürgermeister Karl Schleid bedauert die Entscheidung einerseits, weil sie Probleme für den Wirtschaftsstandort aufwirft, befürwortet sie aber andererseits wegen der zu erwartenden Emissions- und Immissionsprobleme und möglicher Gefährdungen für die Gesundheit der Menschen.
„Mit Bedauern” nahm die an der Planung beteiligte AlzChem Trostberg die Sotec-Entscheidung zur Kenntnis. „Wir haben viel Zeit und Energie in das Projekt investiert in der Hoffnung, einen wichtigen Beitrag für die Zukunftssicherung des Industriestandorts Trostberg zu leisten”, sagt Geschäftsführer Stefan Greger. Mit Blick auf die Trostberger Papierfabrik Rieger, die vom Kraftwerk mit Strom und Dampf hätte versorgt werden sollen, meint Greger: „Ich hoffe, dass es Rieger gelingt, schnell eine alternative Lösung für das drängende Energieproblem zu finden.”
Vom plötzlichen Aus für das geplante Ersatzbrennstoffe-Kraftwerk erfuhren die Stadt Trostberg, AlzChem und Rieger am Freitag vergangener Woche per E-Mail. Das saarländische Unternehmen Sotec begründet seine Entscheidung darin mit „wirtschaftlichen Gründen”.

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Sandra Schwaiger 22.01.2008
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