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Lautstarke Begrüßung für das Christkind
Beim Christkindlanschießen geben die Weihnachts- und Böllerschützen ihr Bestes.
BERCHTESGADEN/AINRING. Nachmittags am Heiligen Abend, wenn die meisten ruhig auf dem Sofa neben dem
Christbaum sitzen, wird es im Berchtesgadener Land oft ganz schön laut. Dann nämlich, wenn sich die Berchtesgadener Weihnachtsschützen aufmachen zum Christkindlanschießen. „Damit will man das Christkind aufwecken und ihm mitteilen: Wir sind bereit für die Bescherung“, erklärt Tobias Kastner vom Gauverband I. Außerdem ist es für die Schützen im Berchtesgadener Land wichtig, diesen heidnischen Brauch am Leben zu erhalten, den es schon in den vergangenen Jahrhunderten gab. „Los
geht es bei uns mit dem Schießen eine Woche vor dem Heiligen Abend und geschossen wird dann jeden Tag bis zur Christmette“, erzählt Tobias Kastner.
Nicht so strenge Regeln gibt es bei den Prangerschützen Thundorf-Strass bei Ainring. „Wir schießen erst am Nachmittag des Heiligen Abends das Christkind an und am Abend begleiten wir die Kirchgänger
mit den Böllerschüssen zur Mette“, erzählt Vorstand Georg Weber. Er freut sich schon auf das Schießen, weil es einfach ein einmaliges Spektakel im Jahr ist. „Das ist immer eine Schau,
wenn man das Mündungsfeuer der Böller in der Nacht sieht. Außerdem sind Fackeln aufgestellt,
sodass alles schön festlich und besinnlich ist.“ Er steht dann auf der Anhöhe und ruft: „Einzelfeuer! Schnellfeuer!“ Nach seinen Kommandos richten sich die Abstände zwischen den Schüssen.
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