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Solange es noch Namen gibt
„Für mich als Japaner ist es seltsam, zu Fuß über Grabplatten zu gehen”, sagt Kunito Nagaoka über die Grabsteine, die im Kreuzgang und in der Kirche auch auf dem Boden verlegt sind. Als Kunsthistoriker schmerzt es ihn, dass die vielen Schritte die Steinplatten abnutzen und die Inschriften langsam verschwinden. „Vieles ist schon nicht mehr zu lesen. Den Rest will ich für die Nachwelt aufbewahren”, erklärt der 70-Jährige. „Wenn es sonst keiner macht, dann mache es eben ich”, schiebt er grinsend hinterher. In der Tat hat es in den vergangenen hundert Jahren keine Dokumentation mehr gegeben. Die Laufener Pfarrei Maria Himmelfahrt unterstützt darum von Anfang an das Projekt des Japaners.
Daten & Fakten
Die Handdrucke, die der japanische Professor Kunito Nagaoka von den Grabplatten im Kreuzgang in Laufen gemacht hat, werden ab Donnerstag, 16. September, in der Michaelskapelle in Laufen in der Ausstellung „Solange es noch Namen gibt” zu sehen sein. Die Pfarrei gibt außerdem ein Buch zu dem Projekt heraus. (sa)
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