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Viele Fragen bleiben



Viele Berchtesgadener sind von dem Zwangsabschied „ihrer“ Schwester Lambertis entsetzt. Zu einer Schweigeveranstaltung auf dem Schlossplatz trafen sich rund 500 Bürger, um stillschweigend Solidarität mit der Ordensfrau zu bekunden. Sie legten auf einem Steinkreuz Kerzen und auf einem ausgebreiteten Teppich Blumen nieder. Als „unwürdig“ bezeichnete Heimfürsprecher Manfred Jüstel den Abzug Lambertis. Durch ihren unsäglichen Weggang sei ihr ganzes Lebenswerk in Frage gestellt worden, sagte Pfarrer Peter Demmelmair, und das obwohl die Ordensfrau körperlich und menschlich Großes geleistet hätte. Beim Abschiedsgottesdienst an Maria Himmelfahrt nutzten viele Marktbewohner die Möglichkeit, sich persönlich von Schwester Lambertis zu verabschieden. Die ist inzwischen zu ihrem Orden ins Bistum Regensburg zurückgekehrt.

Für den gestrigen Dienstag hat die Gemeinde eine öffentliche Sondersitzung zu den jüngsten Vorkommnissen rund um das Berchtesgadener Bürgerheim abgehalten. Man wolle nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen, hieß es. Zuvor hatte Bürgermeister Franz Rasp in einer Pressemitteilung klargestellt, dass „von uns kein Strafantrag gestellt wurde“.

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Kathrin Thoma-Bregar 24.08.2010
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