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Selbstgemachte Holzkohle



Der Rauch hat in den vergangenen Jahren etliche Autofahrer in die Irre geführt, die den Meiler von der Autobahn aus gesehen haben. In der Annahme, dass es brennt, haben sie einen Notruf abgesetzt. „Als vor zehn Jahren die Handys aufgekommen sind, war es besonders schlimm”, erinnert sich Maier. In einem Jahr sollen es laut Polizei sogar 1.200 Anrufe gewesen sein. In der Folge wurde der Meiler ein Stück versetzt, jetzt sind Notrufe seltener geworden.

Dampfen tut es trotzdem noch, die Feuchtigkeit aus dem Holz muss ja raus. Für eine gleichmäßige Temperatur von etwa 300 bis 350 Grad müssen die Luftkanäle nach Bedarf geöffnet und geschlossen werden. „Das ist eine Wissenschaft für sich”, erzählt der 52-Jährige, der seit der Vereinsgründung 1999 Vorsitzender der Neukirchner Köhler ist. Angefangen hat alles im Rahmen der Teisendorfer 1.200-Jahr-Feier vor zwanzig Jahren, als erstmals wieder ein Meiler aufgerichtet wurde. Ähnlich wie beim Ottinger Kalkbrennerverein, einigten sich die Hobbyköhler dann darauf, das alte Handwerk regelmäßig aufleben zu lassen. Und so wird seit 1990 einmal im Jahr ein Meiler errichtet. Heuer spielt er in der Freiluftaufführung des örtlichen Theatervereins außerdem eine tragende Rolle.

Den Abschluss der Köhlerwochen 2010 bildet ein großes Fest am Sonntag, 15. August. Los geht es um 10 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen. Im Mittelpunkt steht dann der Verkauf der fertigen Holzkohle: Ein Kilo kostet 1,20 Euro. Zuvor müssen die Köhler aber die Erde zur Seite schaufeln und die Kohle mit Gabeln herausholen. „Pro Steer Holz bleiben 50 Kilo über”, erzählt Martin Maier. Er geht davon aus, dass die Kohle schnell verkauft ist - wie in den Jahren zuvor auch. „Wir haben schließlich die beste Qualität.”

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Judith Schmidhuber 10.08.2010
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