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Selbstgemachte Holzkohle
Köhlerwochen: Ein vom Aussterben bedrohtes Handwerk erweckt der Köhlerverein Neukirchen in diesen Tagen wieder zum Leben.
NEUKIRCHEN. Ein riesiger, rauchender Erdhügel befindet sich derzeit am Liftstüberl in Neukirchen bei Teisendorf. Der „Meiler” steht im Mittelpunkt der Köhlerwochen, die der Köhlerverein jedes Jahr veranstaltet. Das alte Handwerk zur Kohlegewinnung wird so wieder zur Schau gestellt. Heuer ist der Meiler doppelt so groß wie sonst”, erklärt Martin Maier, der Vorsitzende vom Köhlerverein. Mit einem Bodendurchmesser von achteinhalb Metern und einer Höhe von vier Metern ist es sogar der größte Meiler, den die Neukirchner Hobbyköhler bisher am Fuße des Teisenbergs aufgestellt haben. 100 Ster Buchen- und Fichtenholz sind darin kegelförmig aufgerichtet. Zum Schluss kommt auf das Holz eine Erdschicht. „Das war eine Schweinearbeit”, erzählt Maier. „Alleine das Aufstellen hat drei Tage gedauert.” Dann wurde der Meiler angezündet.
Insgesamt drei Wochen kommen jetzt weiße Rauchschwaden aus den Luftlöchern heraus. Ein Zeichen dafür, dass das Holz zu Kohle „verschwellt”. Tag und Nacht wird der Meiler bewacht, „Die Glut darf nicht zu groß werden, sonst verbrennt das Holz.” Martin Maier und seine Vereinskollegen erkennen an der Farbe des Rauchs, was im Inneren vor sich geht. „Weiß ist gut, blau ist schlecht”, fasst Maier zusammen.
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