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Schwuler Organist rechnet ab



Seine ganzen Erfahrungen, samt Familiengeschichte, hat er nun in einem Buch festgehalten, „Pfaffenmilch“ heißt es. Das etwa 100 Seiten dicke Werk sei keine Anklage gegen Kirche und Klerus. „Alles wird aus meiner Sicht, also aus der eines homosexuellen, aber trotzdem konservativen, ehrenamtlichen Organisten dargestellt. Und zwar mit vielen Pointen und auf witzige Art“, erklärt der Hobby-Autor. In welchem Verlag „Pfaffenmilch“ erscheinen soll, ist noch nicht geklärt, außerdem müsse noch ein Rechtsanwalt drüber schauen.

Ob Markus Enders der Kirche nun endgültig den Rücken zudreht, will er sich noch offen halten. Religiosität sei ihm nach wie vor wichtig, auch wenn er nicht in allem mit dem katholischen Glauben übereinstimme. „Aber der Mensch ist ja heute soweit aufgeklärt, dass er Dinge selbst erkennt und nicht bis ins Schlafzimmer hinein regiert werden muss.“ Auch wenn das manche Geistliche meinen, sie könnten die Menschen unter Druck setzen und selbst etwas ganz anderes leben. „Das ist es, was mich wirklich auf die Palme bringt.“

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Kathrin Thoma-Bregar 10.08.2010
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