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Ein waschechter Held


Bombenentschärfer: „Einer muss es ja tun”, sagt Günter Hanft über seinen Job. Seit 35 Jahren setzt der Obinger dafür sein Leben aufs Spiel.

OBING. Erfahrung ist alles. Und Erfahrung hat er viel. Günter Hanft hatte schon mit Kampfmitteln zu tun, als er bei der Bundeswehr ein junger Soldat war. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die Gefahr sein Alltag. Als einer von drei Feuerwerkern in Bayern arbeitet der 62-Jährige beim Sprengkommando Süd. „406 große sind es bisher gewesen”, erzählt er. „Ich zähle genau mit.” Bei den kleineren Bomben, Handgranaten etwa, kann er dagegen keine genaue Zahl nennen. „Das waren unzählbar viele.”
Oft sind es alte Fliegerbomben, die bei Bauarbeiten tief in der Erde entdeckt werden. Die Polizei alarmiert dann das Sprengkommando Süd und Günter Hanft rückt an. „Die Leute sind meistens aufgeschreckt und haben Angst”, erzählt er. Ruhig bleiben fällt ihm dagegen nicht schwer, das macht die Erfahrung. Alles hört dann auf sein Kommando. „Ich bin derjenige, der vor Ort entscheidet, was zu tun ist.”

Ist ein Abtransport möglich, dann nimmt Hanft die Bombe mit in den Bunker des Sprengkommandos. In manchen Fällen muss aber vor Ort kontrolliert gesprengt werden, wie vorletzte Woche in Starnberg. „Bei der Fliegerbombe war die Zündnadel vorgespannt. Die wäre bei der geringsten Erschütterung hochgegangen”, erklärt der Sprengmeister.

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Judith Schmidhuber 07.09.2010
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