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Harte Zeiten in der heilen Welt
Chiemgau-Krimi. Kommissar Gruber ist zurück: In seinem dritten Fall ermittelt der Romanheld des Traunsteiner Schriftstellers Wolfgang Schweiger auch in Salzburg.
TRAUNSTEIN. „Tödlicher Grenzverkehr” heißt der dritte Chiemgau-Krimi von Wolfgang Schweiger. Seit einigen Tagen liegt der Roman druckfrisch in den Buchhandlungen.
Redaktion: Herr Schweiger, Ihr Kommissar ermittelt diesmal auch in Salzburg. Warum schicken Sie ihn über die Grenze - weil das Großstädtische besser zu Mord und Totschlag passt als die heile Chiemgauer Welt?
Wolfgang Schweiger: Das Böse ist in der Tat im Chiemgau schwieriger auszumachen. Ich wollte ein paar wirklich knallharte Gegenspieler für Gruber - und die sind in einer Großstadt nun mal leichter zu finden. Doch deswegen ist mein aktuelles Buch noch kein Salzburg-Krimi, der Großteil der Handlung spielt wieder in Traunstein und Umgebung. Auch hier gibt es genug Figuren, mit denen nicht zu spaßen ist.
Redaktion: Die Orte, an denen die Handlung spielt, existieren alle in Wirklichkeit. Hat auch der Buchinhalt einen realen Hintergrund?
Schweiger: Im Großen und Ganzen nicht. Aber zu einer meiner Figuren im Buch, zu Mühlbacher, hat mich der Wiener Aktionskünstler und Kommunen-Gründer Otto Muehl inspiriert, der 1991 wegen Vergewaltigung, Unzucht mit Unmündigen und Suchtmittelmissbrauch zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist.
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