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Her mit der Maut
Eine Vignette für deutsche Autobahnen fordert Anton Wimmer. Der Nussdorfer hat ein Konzept erarbeitet und ans Verkehrsministerium geschickt.
NUSSDORF. „Mir ist es völlig unverständlich, warum der Staat diese Einnahmequelle noch nicht nutzt”, ärgert sich Anton Wimmer. „Überall muss man auf der Autobahn zahlen, nur bei uns nicht. Und das, obwohl Deutschland ein Transitland ist.” Als der Leiter der Projektgruppe Verkehr des CSU-Kreisverbandes kürzlich gehört hat, wie hoch die Summe ist, die der Bund für die Beseitigung der Winterschäden benötigt, hat er Nägel mit Köpfen gemacht: In einem sechsseitigem Konzept hat der Nussdorfer aufgeschrieben, wie eine Autobahnmaut in Deutschland eingeführt und umgesetzt werden kann.
Das Konzept ist durchdacht und ähnelt in vielen Punkten der österreichischen Vignette. „Die Parallelen sind gewollt, das ist ein einfaches System”, so Wimmer. Genauso wie in Österreich, geht es um drei verschiedene „Pickerl”: für zehn Tage, für einen Monat und für ein ganzes Jahr. Eine Jahresvignette soll Wimmers Konzept zufolge für ein Auto 73 Euro kosten, für ein Motorrad 28 Euro.
Rettungsfahrzeuge und Schulbusse sollen aber ausgenommen werden, „damit keine Mehrkosten für Kommunen und Schüler entstehen.” Bezahlen müssen allerdings alle anderen. Aber auch dafür hat Anton Wimmer eine Lösung parat: Seine Jahresvignette ist steuerlich absetzbar. „Zu 70 Prozent”, so Wimmer, „der Rest soll Personalkosten decken.”
Sicher ist sich der Nussdorfer, dass er nicht der erste ist, der dem Bundesverkehrsministerium einen solchen Vorschlag unterbreitet. „Aber ich denke, Beharrlichkeit macht es aus. Irgendwann müssen es die Politiker doch kapieren.”
Bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat Wimmers Maut-Konzept jedenfalls großen Anklang gefunden. „Aber die Zeit ist noch nicht reif”, so Ramsauer.
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