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Polizisten als Prügelknaben
Er beobachtet einen Wandel im Ansehen seines Berufsstands: Früher seien Polizeibeamte Respektspersonen gewesen, heute oft die Prügelknaben der Nation. „Ich muss da nur an meine eigene Kindheit zurückdenken”, sagt Walter Ponath. „Wenn ich früher als Kind freihändig mit dem Fahrrad gefahren bin und mir ein Polizeibeamter untergekommen ist, dann habe ich meine Hände so schnell wie möglich an den Lenker getan. Wenn ich heute einen Jugendlichen anspreche, der freihändig fährt, dann muss ich damit rechnen, dass eine halbe Stunde später seine Mutter bei mir im Büro steht und mich fragt, was mich das angeht.”
In Ponaths Augen nehmen Angriffe auf Polizisten auch darum zu, weil man sie toleriert. „Wenn ich heute einen Polizeibeamten ‚Bulle’ nenne und das keine Konsequenzen hat, dann nenne ich ihn beim nächsten Mal ‚scheiß Bulle’. Das schaukelt sich so hoch.” Ein Grund, warum die Polizei-Gewerkschaft jetzt die Einführung eines neuen Paragrafen im Strafgesetzbuch fordert, der Angriffe auf Vollstreckungsbeamte unter Strafe stellt.
Um Unterstützer für ihr Vorhaben zu finden, wird die Gewerkschaft der Polizei am Freitag, 12. März, zwischen 11 und 13 Uhr einen Informationsstand am Traunsteiner Maxplatz aufstellen. Dort will man zum einen auf die Problematik „Gewalt gegen Polizisten” aufmerksam machen, zum anderen liegen Unterschriftenlisten aus.
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